Die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD laden in den Ortsteilen zu Wahltreffs ein. Wie ernsthaft die Zukunft der Stadt diskutiert wird, zeigt das Beispiel Seubelsdorf. Die Bürgerinnen und Bürger erkundigen sich nach der Maiacher-Stiftung, der Zukunft des Post-Areals und der Fernwärmeversorgung. „Überall gibt es die Dinge, die die Menschen beschäftigen – und die unsere tägliche Arbeit sind. Straßen, Gehwege, Hunde. Es ist gut, zu benennen, wo die kleinen Haken sind. Was mich beeindruckt, ist der Wille vieler, sich tief in die Zukunftsfragen der Stadt hineinzudenken und mitzuwirken“, so Bürgermeister Andreas Hügerich.
So wird in der Runde über das ehemalige Post-Gelände gesprochen. „Hier entsteht ein Ärztezentrum“, so der Bürgermeister. Die Lage sei dafür ideal. Nah am Bahnhof und ausreichend Parkmöglichkeiten in der bestehenden Tiefgarage und auf den Außenanlagen. Der Wahltreff startet in Seubelsdorf am Feuerwehrhaus Seubelsdorf mit einem Come-together mit Glühwein und heißen Tee. Hier wird unter anderem der dringende Wunsch ausgesprochen, die Sanierung der Jahnstraße auf „Seubelsdorfer Seite“ fortzuführen. Weiter geht es in der Brauerei Lippert. Bürgermeister Andreas Hügerich erklärt seine Schwerpunkte: „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum in der Stadt und in unseren Ortsteilen – und für alle Generationen.“ Die wohnortnahe Kinderbetreuung und Schulen stehen bei Hügerich im Fokus: „2025 ist es uns gemeinsam gelungen, dass wir für alle Lichtenfelser Kinder einen Betreuungsplatz anbieten können.“ Der Weg dorthin habe 2014 begonnen. „Wir sind in weitem Umkreis vorbildlich. Das war ein langwieriger Weg, für den wir einen langen Atem gebraucht haben. Und er zeigt, dass wir gemeinsam und zusammen viel erreichen können. Dafür stehe ich auch weiterhin. Wir wollen mit allen gemeinsam unser Lichtenfels lebenswerter machen“, so Hügerich. Auch die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD- Liste stellen sich und ihre Ziele kurz vor. Ein Beispiel für Einblicke in die Arbeit von Stadtrat und Verwaltung gibt eine Bürgerin mit ihrer Frage zur Maiacher-Stiftung. Sie entwickle sich nur schleppend. Der Bürgermeister erläutert den langwierigen Weg der Feststellung und Trennung des Stiftungsvermögen vom Stadtvermögen. In der Zwischenzeit sei das Seniorenheim am Weidengarten gebaut und ein Kinderhort im ehemaligen Altenheim eingerichtet. Mit dem „Lichtenfelser Modell plus“ sei die gemeinschaftliche Weiterentwicklung von generationsübergreifenden Aufenthalts- und Betreuungsangeboten geplant. „Für die Sanierung beziehungsweise die Umgestaltung des ehemaligen Altenheims suchen wir noch einen Investor. Das kann die Stadt aus eigenen Mitteln nicht finanzieren“, so Hügerich. Außerdem interessieren sich die Bürger für die Planungen zur Fernwämeversorgung im Stadtgebiet. Die Heizungen vieler Häuser sind in die Jahre gekommen und ein Umstieg auf nicht fossile Energiequelle erforderlich. „Unser kommunales Fernwärmekonzept ist in Arbeit und fast fertig. Soviel kann ich schon sagen: Ein Zusammenschluss von Häusern zur gemeinsamen Versorgung wird hier explizit begrüßt“, sagt Bürgermeister Hügerich. Gibt es die Möglichkeit einer Anleinpflicht für Hunde am „Grüß-Gott-Weg“ Richtung Vierzehnheiligen? Hier gäbe es durch die vielen Hunde immer wieder Probleme mit Fahrradfahren und Freizeitsportlern, berichten Zuhörer. Auch hier erklärt der Bürgermeister den rechtlichen Rahmen. Gemeinden können grundsätzlich eine Anleinpflicht innerhalb der Gemeindegrenzen erlassen, jedoch nicht außerhalb. „Ich bin selbst Sportler und kenne die Thematik. Wir können hier wie in vielen anderen Themen mit gegenseitigem Verständnis und gegenseitiger Rücksichtnahme viel erreichen.“ Das Miteinander zähle auch in so vermeintlich kleinen Dingen.